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Der Hundebiss | Schadensersatz für Hund, Halter, Dritte

Hunde begleiten ihre Halter nicht nur in Wald und Feld, sondern auch in die Stadt, Geschäfte, Gaststätten und zu Einladungen im privaten Rahmen. Wie stellt sich für den Hundehalter die Rechtslage dar, wenn der Hund einen anderen Hund, einen anderen Hundehalter oder unbeteiligte Dritte verletzt?

Bei Beißereien zwischen Hunden kommt es nicht allein darauf an, ob der größere Hund den Kleineren verletzt. Nach der Rechtsprechung sind zunächst die Gesamtumstände der Auseinandersetzung aufzuklären. Dazu gehört die Klärung der Frage, ob die Hunde angeleint waren oder freilaufend und ob sie sich im Einwirkungsbereich der Halter befanden.

Häufig greifen Hundehalter in die Beißerei zwischen den Tieren ein. Sei es, um die ineinander verbissenen Tiere zu trennen, sei es, um den eigenen Hund vor den Angriffen eines anderen Hundes zu schützen. In beiden Fällen kommt es immer wieder zu Bissverletzungen des Menschen. Die Gerichte entscheiden in solchen Fällen immer wieder unterschiedlich, wenn es um Bissverletzungen geht.

Eindeutig ist die Rechtslage, wenn durch einen Hund unbeteiligte Dritte verletzt werden. Sei es, weil Personen sich erschrecken und stürzen, sei es, dass Passanten durch auf Grundstücken freilaufende Hunde gebissen werden, sei es, dass Radfahrer oder Jogger gebissen oder zu Fall gebracht werden. In allen Fällen haftet der Hundehalter zu 100 % auf Schadensersatz und Schmerzensgeld. Bezüglich der Höhe des Schadensersatzes sollte jeder Hundehalter bedenken, dass die Kosten ins Unermessliche steigen können, da Krankenhauskosten und Verdienstausfall bzw. Lohnfortzahlungen von Arbeitgebern ebenfalls zu ersetzen sind. Jeder Hundehalter sollte daher, auch unter Berücksichtigung der Gesetzeslage, eine Hundehaftpflichtversicherung abschließen.

Sollten Sie als Hundehalter Ansprüche auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld geltend machen wollen, so rate ich Ihnen, dass Sie in jedem Fall mich einschalten. Weiterhin sollten Sie sich um Zeugen für den Ablauf des Vorfalles bemühen und die eingetretenen Verletzungen in jedem Fall durch ärztliche Atteste dokumentieren lassen. Dies gilt auch in allen Fällen, in denen Schadensersatz für Verletzungen des eigenen Hundes verlangt werden soll.